Wildgesundheit

DJV - Erster Fall der Afrikanischen Schweinepest in Ungarn

Bild: Rolfes/DJV
Bild: Rolfes/DJV

(Berlin, 24. April 2018) Das Friedrich-Loeffler-Institut hat heute den ersten Fall der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Ungarn bestätigt. Der Deutsche Jagdverband ruft Jagdreisende nach Ungarn zu größtmöglicher Vorsicht und Mitwirkung bei der Seuchenprävention auf.

Die Afrikanische Schweinepest ist erstmals in Ungarn aufgetreten. Das bestätigte die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) am 23. April 2018. Das verendete Wildschwein wurde bereits am 20. April im Kreis Heves in Nord-Ungarn gefunden, etwa 350 Kilometer östlich von der österreichischen Grenze entfernt. Der Deutsche Jagdverband (DJV) ruft zum Beginn der Jagd auf den Rehbock im Mai Ungarnreisende zu besonderer Vorsicht auf. Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) informiert Auslandsjäger, wie sie bei der Seuchenprävention mitwirken können.

Jäger sollten nach dem Jagdaufenthalt ihre Ausrüstung wie Messer, Bekleidung und Stiefel noch im Gastland sorgfältig reinigen und desinfizieren. Das BMEL empfiehlt Jägern, die mit dem eigenen Auto anreisen, dieses möglichst nicht für Revierfahrten zu nutzen und noch vor Antritt der Rückreise zu desinifizieren. Schwarzwild-Trophäen müssen ebenfalls desinifiziert sein. Der Import von Wurst, Fleischwaren oder Hundefutter aus Restriktionszonen sollte unbedingt vermieden werden. Sollte der Jäger gleichzeitig Schweinehalter sein, bittet das Bundeslandwirtschaftsministerium auf Jagdreisen in betroffene Gebiete zu verzichten.

Wintervortrag mit Zündstoff

Bild: Rolfes/DJV
Bild: Rolfes/DJV

Am 15. Februar fand der diesjährige Wintervortrag zum Thema Wolf statt. Als Referent war der Koordinator der schleswig-holsteinischen Wolfsbetreuer, Jens Matzen, eingeladen. Der gut gefüllte Saal der Gaststätte „Thormählen“ in Krummesse bestätigte das große Interesse, mit dem die Rückkehr von Meister Isegrimm verfolgt wird. Neben den Mitgliedern der Kreisjägerschaft waren auch Freunde und Interessierte herzlich eingeladen.

 

Der Vortrag vermittelte anschaulich und wertneutral die Aufgaben der Wolfsbetreuer und die Ergebnisse ihrer Arbeit. Neben dem Sozialgefüge und dem Wanderungsverhalten des Wolfes wurden die Zuhörer ausführlich über die Auswertung von Spuren wie Rissen, Losung, Trittsiegeln und Sichtungen informiert. Auch das Vorgehen bei einer Annäherung des Wolfes an Siedlungen und die Entnahme problematischer Individuen erläuterte Matzen ausführlich.

 

Die erhitzte Diskussion im Anschluss an den Vortrag ließ jedoch keinen Zweifel darüber zu, dass der Wolf mehr denn je polarisiert. Besonders deutlich wurde dies am Beispiel einer geplanten Entnahme, die aus Befürworterkreisen mit einer Flut von Droh- und Hassbotschaften quittiert wurde.  Auf der Seite der Kritiker wurde vor allem die Sprache bemängelt, die in der Thematik verwendet wird. Begriffe wie „Betreuer“ und „Entnahme“ seien maximal irreführend und verharmlosend, heißt es hier.

 

In der Diskussion überwogen skeptische Töne, wobei die Besorgnis in erster Linie dem gesellschaftlichen und medialen Umgang mit dem Raubtier galt.

 

Maßnahmen zur Afrikanische Schweinepest

Amtstierärztin Frau Dr. Tischbirek bittet im Hinblick auf die näher rückende Afrikanische Wildschweinepest ausdrücklich darum, Blutproben von Wildschweinen zur Untersuchung auf Afrikanische + Europäische Schweinepest sowie Aujeszkysche Krankheit  zur Untersuchung zu bringen.

 

Für Lübeck hat das Ministerium im Monitoringplan 15 Proben vorgesehen. Im Jahr 2017 sind allerdings bislang erst 2 Proben eingesendet worden.

 

 

 

 

 

 

 

Grafik: Friedrich-Löffler-Institut

 

 

Probenröhrchen und Probenzettel sind bei ihr erhältlich, die Proben können dort auch abgegeben werden:

 

3.390 - Bereich Umwelt-, Natur- und Verbraucherschutz (UNV)

Abteilung Veterinärwesen, Gesundheits- und Verbraucherschutz

Kronsforder Allee 2-6

23560 Lübeck

www.unv.luebeck.de

 

Tel. 0451 / 122-1213

Fax 0451 / 122-3990

E-mail: dorle.tischbirek@luebeck.de

E-mail: unv@luebeck.de

DJV - Anpassungsfähige Raubsäuger breiten sich aus

Jagdstatistik 2016/17 zeigt sprunghafte Anstiege für die eingewanderten Arten Waschbär und Marderhund. Auch beim Dachs sind die Zuwächse hoch, wogegen die Fuchsstrecke nahezu konstant bleibt. Die Bejagung leistet einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz

 

DJV - Aktuelle Jagdbilanz: 589.417 Wildschweine bundesweit erlegt

Im zurückliegenden Jagdjahr haben Deutschlands Jäger viereinhalb mal so viele Wildschweine wie vor 40 Jahren erlegt. Wegen der drohenden Afrikanischen Schweinepest apelliert der DJV an Jäger, insbesondere junge Wildschweine zu erlegen. Sie tragen maßgeblich zur Fortpflanzung bei. Verdächtige Kadaver sollten umgehend den Behörden gemeldet werden.

 

Wildtiere kennen keine Sommerzeit!

Bild: Kaufmann/DJV
Bild: Kaufmann/DJV

Mit der Zeitumstellung nimmt die Gefahr von Wildunfällen über Nacht rapide zu. Jetzt ist besonders im ländlichen Straßenverkehr Vorsicht geboten. Die aktuelle DJV-Statistik zeigt: Wildunfälle nehmen leicht zu. Rehe verursachen mehr als 90 Prozent der Kollisionen. weiterlesen

Waschbären töten massenhaft Kröten am Abfangzaun

Foto: Harbig/DJV
Foto: Harbig/DJV

Dass gefräßige Waschbären eine Gefahr für viele kleine Tiere sind, wird von Umweltschützern schon lange beklagt. In diesen Tagen gehen sie sogar an Krötenzäunen auf Beutezug. Der NABU fordert die ganzjährige Jagd auf Waschbären. Die Jäger weisen allerdings im Sinne des Tierschutzes auf den Muttertierschutz hin, der gewahrt bleiben muss. weiterlesen

DJV spricht Klartext zu Konflikten mit Kormoran, Biber und Wolf

Quelle: Ludwig Willnegger
Quelle: Ludwig Willnegger

Brüssel steht in der Pflicht. Das ist eines der Ergebnisse einer Konferenz zur „Zukunft der Naturschutzrichtlinien“ im EU-Parlament in Brüssel. In der von der Intergruppe Jagd und Ländliche Räume zusammen mit FACE organisierten Konferenz stellte der Vizepräsident des Deutschen Jagdverbandes, Dr. Volker Böhning, die bestehenden Probleme mit Kormoran, Biber und Wolf dar. Verantwortlich dafür sei nicht nur die unzureichende Umsetzung der Richtlinien in Deutschland, sondern auch die Bürokratie in Brüssel. weiterlesen

Wölfe im Liebesrausch

Quelle: LJV SH
Quelle: LJV SH

Von Januar bis März ist Paarungszeit bei den Wölfen. Bis zu 80 Kilometer legen die Tiere in einer Nacht zurück auf der Suche nach einem geeigneten Partner.

Bei den Wölfen ist aktuell Fortpflanzungszeit. Deshalb ist auch in Schleswig-Holsteins Offenlandschaften und Wäldern mit einzelnen Großraubtieren zu rechnen. Die geschlechtsreifen Jungwölfe aus den Rudeln in Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt entwickeln einen ausgeprägten Wandertrieb. Während weibliche Wölfe in der Nähe des Elternrudels nach einem Partner Ausschau halten, wandern männliche Wölfe großräumiger. Dabei dringen sie auch in bislang wolfsfreie Regionen vor und überqueren stark befahrene Straßen. In den vergangenen Jahren starben bei Verkehrsunfällen im Land Schleswig-Holstein 5 Wölfe. Seit 2007 wurden in Schleswig-Holstein 29mal Wölfe nachgewiesen. Dabei handelt es sich ausschließlich um wandernde Einzeltiere. Ein Rudel mit Nachwuchs hat es hier noch nicht gegeben. weiterlesen