Wildgesundheit

Oberste Jagdbehörde - Anpassungen der Jagdausübung an die akute Seuchengefahr

Ergänzungen zu der Durchführung von Jagden im Zusammenhang mit der Geflügelpest und den Allgemeinverfügungen durch die Kreisveterinäre

 

Es wurde im MELUR mit den Veterinären abgestimmt, dass der Einsatz von Hunden bei der Jagdausübung

notwendig ist. Andernfalls würde es sich um ein verstecktes Jagdverbot handeln.

 

Folgendes ist zu beachten:

1. Ist in den Allgemeinverfügungen der Kreisveterinäre ein Jagdverbot auf Federwild in den Restriktionsgebieten vorhanden, ist dieses zwingend zu beachten!

 

2. Es ist eine allgemeine Empfehlung herausgegeben worden, landesweit auf die Wasserwildjagd zu verzichten! Wir bitten dringend darum, dieser Empfehlung zu folgen!

 

3. Es wurde mit den Veterinären abgestimmt, dass der Einsatz von Hunden bei Drückjagden zulässig ist, auch wenn die Allgemeinverfügungen der Kreisveterinäre eine Anleinpflicht für Hunde enthält. Ein Ausfall der anstehenden Drückjagden ist aufgrund der derzeitigen Schalenwildbestände, insbesondere des Schwarzwildes (Gefahr durch Afrikanische Schweinepest), nicht vertretbar.

 

4. Selbst kleinste Geflügelhalter müssen landesweit hohe Auflagen (Stallpflicht, Schutzkleidung, Desinfektion) erfüllen. In diesem Zusammenhang ist es m.E. selbstverständlich, dass in Sperrbezirken auf die Niederwildjagd verzichtet wird.

Wildtiere kennen keine Sommerzeit!

Bild: Kaufmann/DJV
Bild: Kaufmann/DJV

Mit der Zeitumstellung nimmt die Gefahr von Wildunfällen über Nacht rapide zu. Jetzt ist besonders im ländlichen Straßenverkehr Vorsicht geboten. Die aktuelle DJV-Statistik zeigt: Wildunfälle nehmen leicht zu. Rehe verursachen mehr als 90 Prozent der Kollisionen. weiterlesen

Waschbären töten massenhaft Kröten am Abfangzaun

Foto: Harbig/DJV
Foto: Harbig/DJV

Dass gefräßige Waschbären eine Gefahr für viele kleine Tiere sind, wird von Umweltschützern schon lange beklagt. In diesen Tagen gehen sie sogar an Krötenzäunen auf Beutezug. Der NABU fordert die ganzjährige Jagd auf Waschbären. Die Jäger weisen allerdings im Sinne des Tierschutzes auf den Muttertierschutz hin, der gewahrt bleiben muss. weiterlesen

DJV spricht Klartext zu Konflikten mit Kormoran, Biber und Wolf

Quelle: Ludwig Willnegger
Quelle: Ludwig Willnegger

Brüssel steht in der Pflicht. Das ist eines der Ergebnisse einer Konferenz zur „Zukunft der Naturschutzrichtlinien“ im EU-Parlament in Brüssel. In der von der Intergruppe Jagd und Ländliche Räume zusammen mit FACE organisierten Konferenz stellte der Vizepräsident des Deutschen Jagdverbandes, Dr. Volker Böhning, die bestehenden Probleme mit Kormoran, Biber und Wolf dar. Verantwortlich dafür sei nicht nur die unzureichende Umsetzung der Richtlinien in Deutschland, sondern auch die Bürokratie in Brüssel. weiterlesen

Wölfe im Liebesrausch

Quelle: LJV SH
Quelle: LJV SH

Von Januar bis März ist Paarungszeit bei den Wölfen. Bis zu 80 Kilometer legen die Tiere in einer Nacht zurück auf der Suche nach einem geeigneten Partner.

Bei den Wölfen ist aktuell Fortpflanzungszeit. Deshalb ist auch in Schleswig-Holsteins Offenlandschaften und Wäldern mit einzelnen Großraubtieren zu rechnen. Die geschlechtsreifen Jungwölfe aus den Rudeln in Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt entwickeln einen ausgeprägten Wandertrieb. Während weibliche Wölfe in der Nähe des Elternrudels nach einem Partner Ausschau halten, wandern männliche Wölfe großräumiger. Dabei dringen sie auch in bislang wolfsfreie Regionen vor und überqueren stark befahrene Straßen. In den vergangenen Jahren starben bei Verkehrsunfällen im Land Schleswig-Holstein 5 Wölfe. Seit 2007 wurden in Schleswig-Holstein 29mal Wölfe nachgewiesen. Dabei handelt es sich ausschließlich um wandernde Einzeltiere. Ein Rudel mit Nachwuchs hat es hier noch nicht gegeben. weiterlesen