Im Einklang mit der Natur

Insgesamt 330 Jägerinnen und Jäger im Umkreis der Hansestadt sind in unserer Jägerschaft organisiert, um die Wildbestände zu hegen und das Ökosystem schützen. Zu ihren Aufgaben gehören die Eindämmung von Wildkrankheiten, die Vermeidung von Wildschäden, die Sicherung des Straßenverkehrs, aber auch die Bereitstellung von Rückzugsorten, Fütterungen in harten Wintern und viel mehr.

Wir informieren auf diesen Seiten Jäger, Verbraucher und Naturfreunde über alles, was mit dem Waidwerk zusammenhängt.

Änderung des Landesjagdgesetzes SH (LJagdG)

Im Zusammenhang mit den erfolgten Haushaltsberatungen am 21. Februar 2018 im Landtag wurde in einem Artikelgesetz­ mit den Stimmen der Jamaika-Koalition ­ auch das Landesjagdgesetz Schleswig-Holstein (LJagdG) geändert.

Was wird sich ändern:

  • Die Befriedung von Flächen aus ethisch-moralischen Gründen für Juristische Personen wird gestrichen.
  • Eine Öffnungsklausel zur Schutz des Wildes vor Wildseuchen wird neu eingeführt. Diese versetzt die Jagdbehörden in die Lage:
    • Ausnahmen von den Verboten in § 19 Absatz 1 Bundesjagdgesetz und in § 29 Absatz 5 zulassen,
    • abweichend von § 27 Bundesjagdgesetz Anordnungen nach dieser Bestimmung auch zur Vorbeugung und Bekämpfung von Wildseuchen erlassen,
    • Schonzeiten abkürzen oder aufheben,
    • die Jagdschutzberechtigten zur Mithilfe verpflichten.
  • Eine Neuerung zur Mitwirkpflicht der Landbewirtschafter bei der Wildschadensverhütung auf Mais wird eingeführt. Will ein Landwirt hier in Zukunft Wildschäden angerechnet bekommen, wird er in die Pflicht genommen. Hierfür vorgesehen sind Jagdschneisen oder Zäune. Sind diese nicht angelegt, bekommt der Landwirt auch nur 50 % des Schadens ersetzt.

Neben der Änderung des LJagdG wurde auch der Haushalt verabschiedet. Mit Unterstützung der Regierungsfraktionen und dort vor allem den Abgeordneten Oliver Kumbartzky (FDP), Hauke Göttsch (CDU) und Heiner Rickert (CDU) wurde die Forderung der Landesjägerschaft nach finanzieller Unterstützung der Schwerpunktschießstände in Schleswig-Holstein umgesetzt. Die Koalition stellt 100.000 Euro für Sanierungsmaßnahmen der Schießstände im Land bereit.

Wintervortrag mit Zündstoff

Bild: Rolfes/DJV
Bild: Rolfes/DJV

Am 15. Februar fand der diesjährige Wintervortrag zum Thema Wolf statt. Als Referent war der Koordinator der schleswig-holsteinischen Wolfsbetreuer, Jens Matzen, eingeladen. Der gut gefüllte Saal der Gaststätte „Thormählen“ in Krummesse bestätigte das große Interesse, mit dem die Rückkehr von Meister Isegrimm verfolgt wird. Neben den Mitgliedern der Kreisjägerschaft waren auch Freunde und Interessierte herzlich eingeladen.

 

Der Vortrag vermittelte anschaulich und wertneutral die Aufgaben der Wolfsbetreuer und die Ergebnisse ihrer Arbeit. Neben dem Sozialgefüge und dem Wanderungsverhalten des Wolfes wurden die Zuhörer ausführlich über die Auswertung von Spuren wie Rissen, Losung, Trittsiegeln und Sichtungen informiert. Auch das Vorgehen bei einer Annäherung des Wolfes an Siedlungen und die Entnahme problematischer Individuen erläuterte Matzen ausführlich.

 

Die erhitzte Diskussion im Anschluss an den Vortrag ließ jedoch keinen Zweifel darüber zu, dass der Wolf mehr denn je polarisiert. Besonders deutlich wurde dies am Beispiel einer geplanten Entnahme, die aus Befürworterkreisen mit einer Flut von Droh- und Hassbotschaften quittiert wurde.  Auf der Seite der Kritiker wurde vor allem die Sprache bemängelt, die in der Thematik verwendet wird. Begriffe wie „Betreuer“ und „Entnahme“ seien maximal irreführend und verharmlosend, heißt es hier.

 

In der Diskussion überwogen skeptische Töne, wobei die Besorgnis in erster Linie dem gesellschaftlichen und medialen Umgang mit dem Raubtier galt.

 

DJV - Anpassungsfähige Raubsäuger breiten sich aus

Jagdstatistik 2016/17 zeigt sprunghafte Anstiege für die eingewanderten Arten Waschbär und Marderhund. Auch beim Dachs sind die Zuwächse hoch, wogegen die Fuchsstrecke nahezu konstant bleibt. Die Bejagung leistet einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz

 

Maßnahmen zur Afrikanische Schweinepest

Amtstierärztin Frau Dr. Tischbirek bittet im Hinblick auf die näher rückende Afrikanische Wildschweinepest ausdrücklich darum, Blutproben von Wildschweinen zur Untersuchung auf Afrikanische + Europäische Schweinepest sowie Aujeszkysche Krankheit  zur Untersuchung zu bringen.

 

Für Lübeck hat das Ministerium im Monitoringplan 15 Proben vorgesehen. Im Jahr 2017 sind allerdings bislang erst 2 Proben eingesendet worden.

 

 

 

 

 

 

 

Grafik: Friedrich-Löffler-Institut

 

 

Probenröhrchen und Probenzettel sind bei ihr erhältlich, die Proben können dort auch abgegeben werden:

 

3.390 - Bereich Umwelt-, Natur- und Verbraucherschutz (UNV)

Abteilung Veterinärwesen, Gesundheits- und Verbraucherschutz

Kronsforder Allee 2-6

23560 Lübeck

www.unv.luebeck.de

 

Tel. 0451 / 122-1213

Fax 0451 / 122-3990

E-mail: dorle.tischbirek@luebeck.de

E-mail: unv@luebeck.de

Weihnachtsmarkt auf dem Holzhof Wesloe

Am 3. Advent veranstalteten die Lübecker Nachrichten und der Stadtwald Lübeck den alljährlichen Tannenbaumverkauf auf dem Holzhof Wesloe. Mehrere tausend Menschen lockt die Veranstaltung Jahr für Jahr in den Wald. Mit dazu gehörte wie immer ein Weihnachtsmarkt, bei dem die Kreisjägerschaft inzwischen zur Stammbelegschaft gehört. Das Naturmobil mit dem Team von Karlheinz Theiß beantwortete den ganzen Tag über großen und kleinen Gästen vielfältige Fragen. Währenddessen erregte das Bläsercorps unter Moderation von Heike Bandholz mit Jagdsignalen und anderen klangvollen Melodien, die über das weitläufige Gelände erschollen, große Aufmerksamkeit. Für Weihnachtsstimmung sorgte schließlich das Beisammensein bei Punsch und Selbstgebackenem für alle Beteiligten.

Ansitzen mit dem Jäger

Am 21. September fand auf dem Bertelsen-Hof in Wulfsdorf zum wiederholten Mal die Aktion „Ansitzen mit dem Jäger“ statt. Die Anmeldezahlen für die Veranstaltung steigen mit jedem Jahr und erreichten an diesem Donnerstag einen Rekord von 30 Kindern. Um alle Kinde unterzubringen stellten die Reviere Wulfsdorf, Beidendorf, Genin und Vorrade ihre jagdlichen Einrichtungen bereit. Ab 16 Uhr tummelten sich Kinder jeden Alters, viele davon mit ihren Eltern, auf dem Hof. Teams von je zwei bis drei Kindern und einem Jäger beobachteten für etwa eine Stunde die heimische Tierwelt vom Hochsitz aus, untersuchten Fährten und Spuren oder bestaunten jahrhundertealte Bäume. Dabei ließ sich das Wild von ausgelassenem Kichern und Toben kaum beeindrucken, sodass am Ende des Tages alle Kinder spannende Beobachtungen gemacht hatten. Den Abschluss der Aktion bildete ein gemütliches Beisammensein bei Stockbrot und Bratwurst, bei dem die Kinder ihr Wissen bei einem „1, 2 oder 3“-Quiz oder einem Tierspuren-Fragebogen beweisen konnten. Belohnt wurde ihr Einsatz mit einem liebevoll gestalteten Jagd-Führerschein, überreicht von den Gastgebern Brit und Stefan Bertelsen.

Foto: Heinrich Röttger

 

Quelle: ADNS

Aktuelles