gemeinsam Natur erleben

Der Schutz der Natur mit Ihren Tieren und Pflanzen ist unser oberstes Interesse. Damit wir alle in Schleswig-Holstein weiterhin wild lebende Tiere beobachten und intakte Lebensräume erleben können, gibt der Gesetzgeber uns Spielregeln für den Umgang mit diesen Naturgütern mit auf den Weg. Als Jägerschaft halten wir uns an diese Regeln und sind für ihre Einhaltung mitverantwortlich. Daher bitten wir um Ihr Verständnis, wenn wir in unseren Revieren zu einem schonenden Umgang mit der Natur aufrufen.

 

Was uns am Herzen liegt:

 

1. Das Aufsuchen, Fotografieren, Filmen o.Ä. von Wild an seinen Rückzugsorten bedeutet eine massive Störung für die Tiere und sollte unterlassen werden. Ebenso unzulässig ist das mutwillige Beunruhigen, Fangen, Verletzen oder gar Töten von Tieren. Auch Lebensstätten und wild lebende Pflanzen sind zu schonen.

 

2. Hunde und Katzen sind unbedingt vom Wildern abzuhalten.  Am sichersten wird dies durch die Führung an der Leine gewährleistet. Wir kennen Ihren Hund nicht, daher haben Sie Nachsicht, wenn wir auf Nummer sicher gehen möchten. Auf Hundespielplätzen o.Ä. darf Ihr Vierbeiner nach Herzenslust toben!

 

3. Wir teilen Ihre Liebe zur Natur und freuen uns über jeden, der hinausgeht und die Landschaft genießt. Wir bitten Sie jedoch ausdrücklich darum, auf den dafür vorgesehenen Wegen zu bleiben. Das Betreten land- und forstwirtschaftlich genutzter Flächen ist gesetzlich untersagt.

 

Wir danken für Ihr Verständnis!

Bundesjagdgesetz

§ 19a Beunruhigen von Wild

 

Verboten ist, Wild, insbesondere soweit es in seinem Bestand gefährdet oder bedroht ist, unbefugt an seinen Zuflucht-, Nist-, Brut- oder Wohnstätten durch Aufsuchen, Fotografieren, Filmen oder ähnliche Handlungen zu stören. Die Länder können für bestimmtes Wild Ausnahmen zulassen.

Landesjagdgesetz

§ 21 Befugnisse der Jagdschutzberechtigten

(1) Die zur Ausübung des Jagdschutzes berechtigten Personen sind befugt,

1.

Personen anzuhalten, die in einem Jagdbezirk unberechtigt jagen oder sonst jagdrechtlichen Vorschriften zuwiderhandeln oder außerhalb der zum allgemeinen Gebrauch bestimmten Wege zur Jagd ausgerüstet angetroffen werden, ihnen gefangenes und erlegtes Wild, Waffen im Sinne des Waffengesetzes, Jagd- und Fanggeräte, zur Jagd abgerichtete Tiere abzunehmen sowie ihre Identität festzustellen;

2.

wildernde Hunde und Katzen zu töten. Als wildernd gelten Hunde, die im Jagdbezirk außerhalb der Einwirkung der sie führenden Person sichtbar Wild verfolgen oder reißen und Katzen, die im Jagdbezirk weiter als 200 m vom nächsten Hause angetroffen werden. Die Befugnis erstreckt sich nicht auf Hirten-, Jagd-, Blinden-, Behindertenbegleit-, Such-, Rettungs- und Diensthunde, soweit sie als solche kenntlich sind und solange sie von den Berechtigten bestimmungsgemäß eingesetzt werden, auch wenn sie sich dabei vorübergehend der Einwirkung der sie führenden Person entzogen haben.

Landeswaldgesetz

§ 17 Betreten des Waldes

(1) Jeder Mensch darf den Wald zum Zwecke der naturverträglichen Erholung auf eigene Gefahr betreten. Das Betreten in der Zeit von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang (Nachtzeit) ist auf Waldwege beschränkt. Auch bei Tage auf Waldwege beschränkt ist das Radfahren, das Fahren mit Krankenfahrstühlen, das Skilaufen und das nicht durch Motorkraft oder Zugtiere bewirkte Schlittenfahren.

 

(2) Nicht gestattet sind

1.

das Betreten von Waldflächen und -wegen, in deren Bereich Holz eingeschlagen, aufbereitet, gerückt oder gelagert wird oder Wegebaumaßnahmen durchgeführt werden,

2.

das Betreten von Forstkulturen, Pflanzgärten, Wildäckern sowie sonstigen forstwirtschaftlichen, fischereiwirtschaftlichen oder jagdlichen Einrichtungen und Anlagen,

3.

sonstige Benutzungsarten des Waldes wie das Fahren, ausgenommen nach Absatz 1, das Abstellen von Fahrzeugen und Wohnwagen, das Zelten sowie die Mitnahme von gezähmten Wildtieren und Haustieren mit Ausnahme angeleinter Hunde auf Waldwegen sowie

Bundesnaturschutzgesetz

§ 39 Allg. Schutz wild lebender Tiere und Pflanzen

 

(1) Es ist verboten,

  1. wild lebende Tiere mutwillig zu beunruhigen oder ohne vernünftigen Grund zu fangen, zu verletzen oder zu töten,
  2. wild lebende Pflanzen ohne vernünftigen Grund von ihrem Standort zu entnehmen oder zu nutzen oder ihre Bestände niederzuschlagen oder auf sonstige Weise zu verwüsten,
  3.

Lebensstätten wild lebender Tiere und Pflanzen ohne vernünftigen Grund zu beeinträchtigen oder zu zerstören.

 

§ 59 Betreten der freien Landschaft

 

(1) Das Betreten der freien Landschaft auf Straßen und Wegen sowie auf ungenutzten Grundflächen zum Zweck der Erholung ist allen gestattet (allgemeiner Grundsatz).

 

(2) Das Betreten des Waldes richtet sich nach dem Bundeswaldgesetz und den Waldgesetzen der Länder sowie im Übrigen nach dem sonstigen Landesrecht. Es kann insbesondere andere Benutzungsarten ganz oder teilweise dem Betreten gleichstellen sowie das Betreten aus wichtigen Gründen, insbesondere aus solchen des Naturschutzes und der Landschaftspflege, des Feldschutzes und der land- und forstwirtschaftlichen Bewirtschaftung, zum Schutz der Erholungsuchenden, zur Vermeidung erheblicher Schäden oder zur Wahrung anderer schutzwürdiger Interessen des Grundstücksbesitzers einschränken.

 

Landesnaturschutzgesetz

§ 30 Betreten der freien Landschaft; Wander- und Reitwege

(1) In der freien Landschaft darf jeder neben den für die Öffentlichkeit gewidmeten Straßen, Wegen und sonstigen Flächen nur Privatwege (private Straßen und Wege aller Art) sowie Wegeränder zum Zwecke der Erholung unentgeltlich betreten und sich dort vorübergehend aufhalten. § 32 bleibt unberührt.

(4) Wanderwege und Reitwege sind durch Kennzeichnung auszuweisen; die oberste Naturschutzbehörde bestimmt die Art der Kennzeichnung. Eigentümerinnen und Eigentümer oder sonstige Berechtigte haben Markierungen zu dulden. Wanderwege sowie Lehrpfade dürfen nicht als Reitwege gekennzeichnet werden.