Lehren und Lernen

Lehrrevier Moorgarten

 

Nienhüsener Straße 11

23560 Lübeck

 

 

 

Die Kreisjägerschaft Lübeck hat 1999 das ca. 230 ha große Jagdrevier Moorgarten in Lübeck Niendorf-Moisling von der Stadt Lübeck gepachtet. Die Lübecker Jäger führen hier, auch in enger Abstimmung mit dem Forstamt Lübeck (Naturnahe Waldwirtschaft) ihre Umwelt-bildungsarbeit durch. Ca. 2500 Kinder, Jugendliche und Erwachsenengruppen konnten wir durch das Lehrrevier führen und ihnen die Themen der Naturschutzarbeit in Theorie und Praxis näher bringen!

Das Bild der Jägerschaft konnten wir anhand von eingerichteten Biotopen, Wildackerstreifen, Fasanenschütten, Insektenhoteln, Eisvogelcontainern und Wildblumenwiesen nachhaltig prägen.

 

Die Kindergärten und die Schulen reflektieren uns im besonderen Maße und verbinden ihren anstehenden theoretischen Unterrichtsstoff mit einem Besuch im Lehrrevier. Etwa 700 Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren nutzten bisher unser Ferienpassangebot „Ansitzen mit dem Jäger“! Ob eine Sängergruppe, eine Wandergruppe, ein Betriebsausflug oder Studenten, das ehrenamtlich tätige Team des Lehrreviers führt alle Besucher gern durch das Revier.

Ansprechpartner: Claudia Andernach und Karlheinz Theiß  Erkundigung über E-Mail: info@kjs-luebeck.de


Jagd im Moorgarten

 

 

 

Auf, auf zum fröhlichen Jagen,

 

Auf in die grüne Heid,

 

Es fängt schon an zu tagen,

 

Es ist die höchste Zeit, (…)

 

 

 

Am 10.11.2018 folgten Hundeführer, Treiber und Schützen der Jagdeinladung in das Lehrrevier Moorgarten. War der frühe Morgen noch regnerisch und windig konnten die Gesellschaft pünktlich zur Ansprache durch Claudia A. bereits bestes Jagdwetter genießen. Nach Ansprache und Einweisung wurden die Schützen angestellt. Alles verlief reibungslos und die Schützen standen bereit, als Treiberwehr und Hunde sich in Bewegung setzen. Mit drei Treiberwehren wurde in den Einständen beunruhigt und das Wild kam auf die Läufe. Das Rehwild sprang oft erst kurz vor den Treibern ab und war dann hochflüchtig. Die Schützen mussten diszipliniert vorgehen, um den Schuss sicher antragen zu können. Nach gut einer halben Stunde ließen die ersten Schützen fliegen und es fielen im Verlauf der Jagd acht Schüsse. In der letzten Stunde konnte man schon von viel Anblick sprechen: Ricke, Kitz und Bock waren im Treiben. Nur die Schwarzkittel, die wir schon so oft im Revier bestätigen konnten, wechselten nicht an. Wohl ausgerechnet am Jagdtag hatten sich die Sauen nicht bei uns eingeschoben. Am Ende der Jagd lagen, nach einer erfolgreichen Nachsuche, sieben Stück Rehwild auf der Strecke, die weitestgehend von unseren angehenden Jungjägern unter fachkundiger Anleitung durch Karl-Heinz T. versorgt werden konnten. Im Anschluss versammelten sich die Jagdhornbläser, Schützen, Treiber und Hundeführer um den Streckenplatz und Claudia A. ließ den Tag Revue passieren. Sie dankte allen Beteiligten für das disziplinierte Jagen und speziell den aktiven Moorgarten-Jägern für die Vorbereitungen. Anschließend erhielten die Schützen die Erlegerbrüche und die Strecke wurde verblasen. Nun ging es über zum „letzten Treiben“, dem Schüsseltreiben und der Jagdtag konnte mit einem gemütlichen Beisammensein und einer wärmenden Gulaschsuppe ausklingen.

 

Wir danken allen Beteiligten und freuen uns auf die nächste Jagd im Moorgarten!

 

Waidmannsheil!

 

T. Fuhrmann

 

 

 

Am 15.12.2018 verabredeten sich die Moorgartenjäger für eine kleinere Bewegungsjagd. Bei klirrenden Temperaturen und Sonnenschein konnte die kleine Treiberwehr gezielt bestimmte Revierbereiche beunruhigen und brachte das Rehwild auf die Läufe. Es folgte viel Anblick im Treiben. Nur die Schwarzkittel wechselten wieder nicht an. Durch einen sauberen Lungenschuss lag am Ende des schönen Jagdtages ein Rickenkitz auf der Strecke. Nachdem der Erlegerbruch überreicht und die Strecke verblasen war, folgte der gemütliche Teil: Bei einer Bratwurst und etwas Punsch konnte der Tag ausklingen.

 

 

Waidmannsheil!

 

 

T. Fuhrmann

 

Neuigkeiten

Greifvogelstation Moorgarten

Die neu gebaute Greifvogelstation des Lehrreviers Moorgarten hat seit dem 13. September ihren ersten Bewohner: Eine Waldohreule, die bei einem Unfall ein Auge verloren hat und zur Wiederauswilderung nicht geeignet ist, hat hier ein neues Zuhause gefunden. Falkner Willy Flechsig trägt den Vogel zurzeit ab, um ihn später in der Umweltbildung bei Kindern einsetzen zu können. Dabei wird er tatkräftig von den Jägern des Lehrreviers unterstützt: Die drei Greifvogelkammern sind im Rahmen der gemeinsamen Arbeitsdienste entstanden und auch die Betreuung der Vögel sollen und wollen die Mitstreiter gemeinsam organisieren. Die Faszination Greifvogel dürfte dadurch noch so manchen fesseln.

 

Profitieren könnte von dem neuen Bildungsangebot besonders die nahegelegene Grundschule Niendorf, deren Schüler das Lehrrevier bei vielen Gelegenheiten besuchen. Die Einrichtung der Greifvogelkammern ist eine wertvolle Bereicherung für das Angebot der Kreisjägerschaft Lübeck und bietet nicht nur den Kontakt aus nächster Nähe mit seltenen und schwer zu beobachtenden Tieren, sondern auch Einblick in eine uralte und edle Jagdtechnik.

Ferienpassaktion

Am 09. August fand die Aktion „Ansitzen mit dem Jäger“ im Lehrrevier Moorgarten statt. Jungen und Mädchen im Alter zwischen acht und zwölf Jahren hatten sich für 18.00 Uhr angemeldet, um mit den Jägern auf die Pirsch zu gehen. In der Jagdhütte gab es zunächst eine Einweisung vom ehemaligen Revierleiter Ernst Pnischak. Während Ferngläser verteilt wurden, erläuterte er den Ablauf und besprach das Verhalten im Wald.

 

Um 19.00 wurde es dann auch für die begleitenden Jäger spannend. Teams wurden gebildet, immer ein Waidmann mit einem Kind. Die nächsten zwei Stunden würde man so gemeinsam auf dem Ansitz verbringen. Nur mit einem Fernglas bewaffnet, zogen die Teams davon.

 

Während die Sonne tiefer sank, wurde der Grill angeheizt und die verbliebenen Eltern konnten bei Abendsonne und dem Duft von frischem Heu den Tag ausklingen lassen.

 

Gegen 21.30 kehrten die Kinder schließlich zurück. Im gemütlichen Licht, das aus der Jagdhütte drang, teilte man sich Bratwurst und Kartoffelsalat, ehe die Nachwuchsjäger den gespannten Eltern von ihren Beobachtungen berichten durften. Einzeln traten sie vor, um von Ricken mit ihren Kitzen, Füchsen, Kröten und Bussarden zu erzählen. Keine Fährte und keine Feder waren unentdeckt geblieben und am Ende des Abends, so konnte Revierleiter Ernst Pnischak zufrieden feststellen, würden wohl alle todmüde ins Bett fallen.

 

Eine weitere Aktion findet am 30. August für Jugendliche von 15 bis 17 Jahren statt. Plätze sind noch zu vergeben. Die Aktionen waren schon in den letzten Jahren gut besucht, einige Kinder nahmen bereits zum vierten Mal teil. Viele Eltern sind interessiert daran, ihren Kindern die Natur näher zu bringen und greifen gerne auf die umfangreichen Kenntnisse der Jäger zurück.

 

Anfahrt

Hof liegt direkt in der Kurve

Buslinie 7, vorletzte Station vor "Moorgarten"